ERP-Abkürzungen, Begriffe und Glossar

ERP Abkürzungsverzeichnis

A&D

Aerospace and Defense (Luftfahrt & Verteidigung)
Diese Branche umfasst Unternehmen, die Verteidigungsausrüstung wie Fahrzeuge und Waffensysteme für den militärischen Markt entwickeln und fertigen, der hauptsächlich aus Verteidigungsressorts von Regierungen und (nationalen oder sonstigen) Streitkräften besteht. Ebenso beinhaltet sie den zivilen Luftfahrtsektor einschließlich Fluglinien, Flughafenbetrieben und MRO–Diensten sowie den In–Service–Support– und Anlagenmarkt, bei dem Unternehmen im Rahmen von Verträgen für leistungsbasierte Logistik, Flottenmanagement und Contractor Logistics Support tätig sind.

AIM

Asset Information Management (Anlagenverwaltungmanagement)
Eine Praxis der Stammdatenverwaltung, bei der Daten zu Anlagen in einem zentralen Anlagenverzeichnis erfasst werden, wodurch Entwurfs–, Bau– und Instandhaltungsdaten zentralisiert werden. Dadurch lassen sich Anlagenlebenszyklusmanagement, Enterprise Asset Management, vorbeugende Instandhaltung sowie die Einhaltung von Normen einschließlich Norm ISO 55000 sicherstellen.

AIMS

Asset Integrity Management Systems (Systeme für die Verwaltung der Anlagenintegrität)
Asset Integrity Management Systems (AIMS) vermitteln ein Gesamtbild der Fähigkeit einer Anlage, ihre geforderte Aufgabe wirksam und effizient zu erfüllen. Dabei ermöglichen AIMS Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz und stellen sicher, dass Menschen, Systeme, Prozesse und Ressourcen, die für Integrität sorgen, vor Ort, im Einsatz und leistungsbereit sind, und zwar über den gesamten Lebenszyklus der Anlage hinweg.

ALM

Application Lifecycle Management (Anwendungslebenszyklusmanagement)
Das Produktlebenszyklusmanagement (Verwaltung, Entwicklung und Instandhaltung) von Anwendungssoftware

ALM

Asset Lifecycle Management (Anlagenlebenszyklusmanagement)
Anlagenlebenszyklusmanagement (Asset Lifecycle Management, ALM) ist der Prozess der Optimierung des durch Ihre Anlagen im Laufe ihres Lebenszyklus erzeugten Profits. Ein umfassendes Anlagenportfoliomanagement, eine sorgfältige Projektdurchführung sowie effektive und effiziente Praktiken hinsichtlich der Anlagenverwaltung helfen bei der Erzielung gewünschter Ergebnisse.

API

Application Programming Interface (Programmierschnittstelle)
Bei der Computerprogrammierung spezifiziert eine API, wie Softwarekomponenten miteinander interagieren sollten. Einfach ausgedrückt kommunizieren die Anwendungen ohne Wissen oder Eingreifen des Benutzers miteinander. Wenn Sie zum Beispiel online Kinokarten kaufen und Ihre Kreditkartendaten eintragen, verwendet die Kinowebsite eine API, um Ihre Kreditkartendaten sicher an eine Remote–Anwendung weiterzuleiten, die überprüft, ob Ihre Daten korrekt sind. Sobald die Zahlung bestätigt ist, schickt die Remote–Anwendung eine Antwort zurück an die Kinowebsite, in der die Ausgabe der Tickets autorisiert wird. Ebenso kann sich eine ERP–Software (Enterprise Resource Planning) für den Informationsaustausch mit einem Lagerverwaltungssystem oder einer sonstigen Erweiterung auf eine vordefinierte API stützen.

BI

Business Intelligence
Die Umwandlung von Rohdaten in aussagekräftige und nützliche Informationen zur Geschäftsanalyse. BI kann enorme Mengen strukturierter und/oder unstrukturierter Daten bewältigen, um bei der Identifizierung, Entwicklung und sonstigen Schaffung neuer strategischer Geschäftsmöglichkeiten zu helfen. BI ermöglicht die einfache Interpretation großer Datenmengen auf eine Weise, bei der auf Transaktionen ausgerichtete Systeme wie ERP–Software (Enterprise Resource Planning) an ihre Grenzen stoßen.

CAPA

Corrective and Preventive Actions (Korrektur– und Präventionsmaßnahmen)
Verbesserungen der innerhalb einer Organisation bestehenden Prozesse mit dem Ziel, Ursachen für Verstöße gegen Vorschriften oder sonstige unerwünschte Situationen zu beseitigen. Das CAPA–Konzept ist Bestandteil der Good Manufacturing Practice (gute Fertigungspraxis) sowie zahlreicher ISO–Geschäftsnormen. Es legt den Schwerpunkt auf die systematische Untersuchung der zugrundeliegenden Ursachen identifizierter Probleme, um zu verhindern, dass diese wieder (Korrekturmaßnahmen) oder erstmalig (Präventionsmaßnahmen) auftreten.

CfA

Contracting for Availability (Verfügbarkeits–Contracting)
Beim Contracting for Availability (CfA) handelt es sich um ein Verfahren, bei dem sich die Bezahlung von Rüstungsunternehmen nach der Zeitdauer richtet, die eine Anlage auf Grundlage messbarer Leistungsziele verfügbar ist. Der wichtigste Grund für diese Art des Contracting war die Erfordernis von Verteidigungsorganisationen, das strategische Ziel einer Senkung der Betriebskosten zu erreichen.

CLM

Contract Lifecycle Management (Vertragslebenszyklusmanagement)
Das proaktive, methodische Management eines Vertrags von der Anbahnung über die Vergabe und Einhaltung bis zur Erneuerung. Die Anwendung eines CLM kann zu erheblichen Einsparungen und Effizienzsteigerungen führen. Mit dem Verständnis und der Automatisierung von CLM lassen sich auch die Haftung eines Unternehmens beschränken und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften fördern.

CMMS

Computerized Maintenance Management System (computerunterstütztes Instandhaltungs–Management–System)
Ein CMMS–Softwarepaket führt eine Computerdatenbank mit Informationen über die Instandhaltungsaktivitäten einer Organisation. Diese Datenbank unterstützt das mit der Instandhaltung betraute Personal bei der effizienteren Erfüllung seiner Aufgaben und das Management bei der Entscheidungsfindung. CMMS–Daten können auch zur Kontrolle der Richtlinieneinhaltung herangezogen werden.

COTS

Commercial Off-The-Shelf (seriengefertigte Standardprodukte)
In den USA handelt es sich bei COTS um einen Begriff aus der Federal Acquisition Regulation (Bundesverordnung über die Beschaffung) für Handelsprodukte einschließlich Dienstleistungen, die auf dem freien Markt verfügbar sind und im Rahmen einer öffentlichen Auftragsvergabe gekauft und genutzt werden dürfen.

CPM

Corporate Performance Management (Leistungsmanagement)
Ein Sammelbegriff für Methoden, Metriken, Prozesse und Systeme zur Überwachung und Verwaltung der geschäftlichen Leistung eines Unternehmens

CRM

Customer Relationship Management (Kundenbeziehungsmanagement)   
Ein System für die Verwaltung der Interaktionen eines Unternehmens mit aktuellen und zukünftigen Kunden, bei dem auf technologischem Weg Vertrieb, Marketing, Kundendienst und technischer Support organisiert, automatisiert und synchronisiert werden. Siehe auch SCRM.

CSR    

Corporate Social Responsibility (Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung)   
Eine Unternehmensinitiative, mit der die Auswirkungen eines Unternehmens auf die Umwelt und das soziale Wohlergehen bewertet werden und das Unternehmen die entsprechende Verantwortung übernimmt. Der Begriff findet üblicherweise Verwendung für die Bemühungen eines Unternehmens, die über die Vorschriften von Regulierungsbehörden, Normen wie ISO 26000 oder Umweltschutzorganisationen hinausgehen. Ein anderer Begriff für Corporate Social Responsibility ist die „Corporate Citizenship“, also das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen. Diese kann mit kurzfristigen Kosten einhergehen, die keinen unmittelbaren finanziellen Nutzen für das Unternehmen haben, stattdessen aber eine positive gesellschaftliche oder umweltbezogene Entwicklung fördern.

CTO

Configure-To-Order (Variantenfertigung)
Bei CTO handelt es sich um die Möglichkeit eines Benutzers, die Zusammenstellung von Komponenten (Konfiguration) eines Produkts zum Zeitpunkt der Produktbestellung festzulegen, wobei der Anbieter anschließend diese Konfiguration dynamisch nach Eingang der Bestellung fertigt.

DOA 

Delegation Of Authority (Bevollmächtigung)
Im Wesentlichen handelt es sich um die Praxis, Untergebenen die Befugnis zu erteilen, unabhängig von einer Beaufsichtigung oder vorherigen Genehmigung zu handeln oder Entscheidungen zu treffen. Dies kann bei Unternehmenssoftware eine Reihe von Bereichen betreffen – von der Krediteinräumung für Kunden über die Genehmigung von Änderungen an Spezifikationen in einem Entwicklungsdokument bis hin zu Zugriffsgenehmigungen für Benutzer in der Software selbst.

EAM

Enterprise Asset Management (Anlagenmanagement für Unternehmen)
Das optimale Management materieller Anlagen einer Organisation mit dem Ziel der Wertmaximierung über die gesamte Lebensdauer hinweg deckt Aspekte wie Bau, Inbetriebnahme, Betrieb, Instandhaltung und Stilllegung/Ersetzung von Werken, Ausrüstung und Einrichtungen ab. „Enterprise“ bezieht sich hierbei darauf, dass Anlagen über Abteilungen, Standorte, Einrichtungen und in manchen Fällen sogar Geschäftseinheiten hinweg verwaltet werden. Durch die übergreifende Anlagenverwaltung können Organisationen die Nutzung und Leistung verbessern, Kapitalkosten senken, anlagenbezogene Betriebskosten senken, die Lebensdauer der Anlagen steigern und in der Folge ihre Rentabilität erhöhen.

EDI

Electronic Data Interchange (elektronischer Datenaustausch)
Ein elektronisches Kommunikationssystem, das Standards für den Datenaustausch auf elektronischem Wege bereitstellt: Durch die Einhaltung des gleichen Standards können zwei Unternehmen selbst in verschiedenen Ländern elektronisch Dokumente austauschen (beispielsweise Bestellungen, Rechnungen, Versandmitteilungen usw.). EDI gibt es seit mehr als 30 Jahren, und es gibt viele EDI–Standards, von denen einige speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Branchen oder Regionen ausgelegt sind. EDI wird häufig durch große Tier–1–Hersteller oder Regierungen vorgeschrieben als Methode für die Abwicklung der Kommunikation ihrer Lieferanten und Anbieter sowie für den Austausch festgelegter Transaktionsdokumente – etwa Bestellungen, Zahlungen, Routenanweisungen, Produktregistrierungen, Versandmitteilungen/Frachtlisten oder Versandvorabmitteilungen.

EPC

Engineering, Procurement and Construction (Entwicklung, Beschaffung und Konstruktion)
Eine häufig vorkommende Art einer Contracting–Vereinbarung in der Baubranche. Der Entwicklungs– und Konstruktionsauftragnehmer führt den detaillierten technischen Entwurf des Projekts aus, beschafft die gesamte erforderliche Ausrüstung und die notwendigen Materialien und baut dann für seine Kunden eine funktionstüchtige Anlage oder Einrichtung.

EPM

Enterprise Project Management (Projektmanagement für Unternehmen)
Eine Denk–, Kommunikations– und Arbeitsweise, die durch ein Informationssystem unterstützt wird, das die Ressourcen eines Unternehmens in direktem Zusammenhang mit der Vision der Unternehmensleitung und dem Auftrag, der Strategie, den Zielen und Vorgaben organisiert. Einfach gesagt verleiht EPM eine vollständige Übersicht über die gemeinsamen Bemühungen der Organisation.

ERP 

Enterprise Resource Planning (Ressourcenplanung für Unternehmen)
Eine Software zur Unternehmensführung – üblicherweise ein Paket integrierter Anwendungen –, mit der Daten aus zahlreichen Geschäftsaktivitäten gesammelt, gespeichert, verwaltet und interpretiert werden können. ERP–Werkzeuge nutzen ein gemeinsames Verarbeitungs– und Datenmodell, das breit angelegte und tiefgreifende durchgängige Prozesse abdeckt, wie sie in Finanzabteilungen, Personalabteilungen, dem Vertrieb, der Fertigung, dem Service und der Lieferkette vorkommen.

ETO 

Engineer-To-Order (Projektbezogene Entwicklung)
Ein Fertigungsprozess, der durch nachfragebasierte Praktiken gekennzeichnet ist, bei denen die Komponente erst nach Eingang der Bestellung spezifikationsgemäß konzipiert, entwickelt und gebaut wird. Hierbei handelt es sich um eine tiefgreifende Weiterentwicklung einer Build–To–Order–Lieferkette. Dieser Ansatz ist nur bei sehr spezifischen oder seltenen Objekten wie umfangreichen Bauprojekten angebracht.

EVM

Earned Value Management (Wertschöpfungsmanagement)
Eine Projektmanagementtechnik für die Bemessung der Leistung und des Fortschritts eines Projekts. In einem zentralen integrierten System liefert EVM akkurate Prognosen über Leistungsprobleme eines Projekts und leistet somit einen wichtigen Beitrag zum Projektmanagement. EVM wird üblicherweise bei staatlichen Projekten vorgeschrieben, vor allem im Luftfahrt– und Verteidigungsbereich.

FIAR

Financial Improvement and Audit Readiness (Verbesserung im Finanzbereich und Audit–Bereitschaft)
Das Verteidigungsministerium der USA (Department of Defense, DOD) hat im Laufe der Jahre zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um seine Schwächen beim Finanzmanagement zu beseitigen und Audit–Bereitschaft herzustellen. Im Jahr 2005 gab das DOD seinen FIAR–Plan für die Verbesserung im Finanzbereich und die Herstellung der Audit–Bereitschaft heraus, in dem das Ministerium seine Strategie und Methodik zur Verbesserung der Vorgänge und Methoden beim Finanzmanagement festlegte und über seine Fortschritte berichtete.

FMEA

Failure Mode Effect Analysis (Analyse von Fehlermöglichkeiten und –einflüssen)
Ein schrittweiser Ansatz für das Sammeln von Erkenntnissen über mögliche Fehlerstellen in Konzeptionen, Fertigungsprozessen, Produkten oder Dienstleistungen.

FSM

Field Service Management (Außendienstmanagement)
FSM beinhaltet die Feststellung eines Außendienstbedarfs durch Fernüberwachung oder sonstige Mittel, Inspektionen oder die Feststellung eines Fehlers durch einen Kunden, die Zeitplanung und Optimierung im Hinblick auf Außendiensttechniker, die Entsendung, die Bereitstellung von Informationen zu Bauteilen für den Außendienst sowie die prozessuale Unterstützung von Interaktionen der Außendiensttechniker.

ISO

International Organization for Standardization (Internationale Organisation für Normung)
Die Internationale Organisation für Normung ISO ist eine unabhängige nichtstaatliche Mitgliederorganisation und der weltweit größte Entwickler freiwilliger internationaler Normen.

ITAR

International Traffic in Arms Regulation (Regelung des internationalen Waffenhandels)
Eine Reihe von Regelungen der US–Regierung zur Kontrolle des Exports und Imports von Verteidigungsgütern und –dienstleistungen, die sich auf der United States Munitions List befinden. Die ITAR–Bestimmungen schreiben vor, dass Informationen und Material, die zu verteidigungs– und militärbezogenen Technologien gehören (Artikel auf der United States Munitions List), nur dann mit Personen aus den USA ausgetauscht werden dürfen, wenn eine Genehmigung des US–Außenministeriums eingeholt oder eine spezielle Befreiung in Anspruch genommen wird.

JIT  

Just In Time
Eine Bestandsstrategie, mit der Unternehmen ihre Effizienz steigern und Verschwendung vermeiden, indem sie sich Waren erst zu dem Zeitpunkt des Produktionsprozesses liefern lassen, an dem diese gebraucht werden. Dadurch lassen sich die Lagerkosten senken.

KPI 

Key Performance Indicators (Leistungskennzahlen)
KPI sind Leistungskennzahlen, anhand derer Unternehmen ihren Fortschritt im Hinblick auf Unternehmensziele bestimmen und messen. Wenn ein Unternehmen seine Mission festgelegt, alle Interessengruppen ermittelt und seine Ziele bestimmt hat, braucht es ein Mittel, um den jeweiligen Erfüllungsgrad zu messen. KPIs sind ein solches Mittel.

MMOG/LE 

Materials Management Operations Guideline Logistics Evaluation
Ein weltweit angewandtes Regelwerk für Supply–Chain–Management–Prozesse, mit dem sich die Kosten für Fehler, Verschwendung und Arbeitsaufwand von Lieferanten und Kunden senken lassen.

MRB

Materials Review Board (Materialprüfungsausschuss)
Der MRB ist ein Materialprüfungsausschuss, der sich aus Vertretern aller Abteilungen (Buchhaltung, Entwicklung, Logistik, Produktion) zusammensetzt, die auf irgendeine Art mit Bestandsfragen zu tun haben.  So möchten mitunter die Mitarbeiter aus der Entwicklung bestimmte Artikel in eine Neuentwicklung einbeziehen, während die Logistikmitarbeiter wissen, dass ein bestimmtes Teil unmöglich zu beschaffen ist, und sich daher lieber an die wenigen Artikel halten, die noch als Ersatzteile vorrätig sind.

MRO 

Maintenance Repair and Overhaul (Wartung, Reparatur und Instandhaltung)
MRO umfasst die Wartung, Reparatur und Instandhaltung aller mechanischen, sanitären und elektrischen Vorrichtungen (auch als außerplanmäßige Instandhaltung bezeichnet). Inbegriffen sind außerdem Routinemaßnahmen zur Erhaltung der Betriebsfähigkeit (auch als planmäßige Instandhaltung bezeichnet) oder zur Vermeidung von Störungen (vorbeugende Instandhaltung).

MRP II

Manufacturing Resource Planning (Ressourcenplanung für die Fertigung)
Als Nachfolger des Material Requirements Planning (MRP) umfasst das Manufacturing Resource Planning (MRP II) die Planung sämtlicher Aspekte der Aktivitäten eines Produktionsunternehmens, auch derjenigen, die nicht die Produktion selbst betreffen. MRP II besteht aus verschiedenen Funktionen wie Geschäftsplanung, Produktionsplanung, Kapazitätsbedarfsplanung, Auftragskostenrechnung, Finanzmanagement, Prognose usw. Beide sind Vorgänger des ERP und finden noch breite Anwendung, sowohl als eigenständige Systeme als auch als Module umfassenderer ERP–Systeme.

MTS

Make To Stock (Lagerfertigung)
Die Lagerfertigung ist eine Produktionsart, bei der Produkte hergestellt werden, noch bevor der Kunde oder Händler sie beauftragt. Die Produkte werden gelagert, bis eine entsprechende Bestellung erfolgt.

NCR

Non-Conformance Report (Abweichungsbericht)
Mit einem NCR werden die Einzelheiten einer Abweichung dokumentiert, die bei einer Qualitätskontrolle oder einer anderen Prozessüberprüfung festgestellt wurde. Zweck des Berichts ist es, das Problem eindeutig, nachvollziehbar, klar und präzise zu beschreiben, sodass die Verantwortlichen korrektive Maßnahmen einleiten können.

OEE

Overall Equipment Effectiveness (Anlagenauslastung)
Die Anlagenauslastung setzt sich aus unterschiedlich zu gewichtenden Faktoren zusammen und misst, wie effektiv eine Produktionsanlage genutzt wird. Die Ergebnisse werden in einem Standardformular erfasst, das einen Vergleich zwischen Produktionseinheiten in verschiedenen Branchen ermöglicht. Die OEE wird häufig auch als Leistungskennzahl (KPI) verwendet, um den Erfolg von Maßnahmen zur Verschlankung der Produktion zu messen.

OEM  

Original Equipment Manufacturer (Erstausrüster)
Produzent oder Hersteller eines vollständigen Endprodukts (beispielsweise eines Pkw–Motors, einer Kühleinheit oder einer Leiterplatte) oder einer Produktkomponente (beispielsweise eines Vergasers, eines Kompressors oder eines Chips).

PBL

Performance-Based Logistics (leistungsbasierte Logistik)
Eine in der Verteidigungsindustrie angewandte Strategie für den kostengünstigen Support von Waffensystemen. Anstatt Verträge über den Erwerb von Waren und Dienstleistungen abzuschließen, bestimmt die für den Produktsupport verantwortliche Stelle Integratoren für den Produktsupport, um die für ein bestimmtes System oder Produkt vorgegebenen Leistungsergebnisse zu erzielen.

PBS

Project-Based Solution (projektbasierte Lösung)
Eine unternehmensweite Geschäftslösung zur Verwaltung und Koordinierung sämtlicher Ressourcen, Daten und Funktionen eines Unternehmens über eine gemeinsam genutzte Datenquelle, mittels derer Daten im Rahmen einzelner Projekte zugeordnet und verwaltet werden können. Ein PBS–System verfügt über eine serviceorientierte Architektur (SOA) mit modularen Hardware– und Software–Einheiten oder „Services“, die über ein lokales Netzwerk miteinander kommunizieren. Dank des modularen Aufbaus kann ein Unternehmen einzelne Module (auch unterschiedlicher Anbieter) hinzufügen oder neu konfigurieren und gleichzeitig die Integrität seiner Daten in einer gemeinsamen Datenbank bewahren, die zentralisiert oder auf mehrere Standorte verteilt sein kann.

PEM

Project-Enabled Manufacturing (projektbasierte Fertigung)
Fertigungsprozess, bei dem es auf ein präzises Echtzeitmanagement von Projekten mit zahlreichen Einflussfaktoren ankommt. Hierfür muss die Unternehmenssoftware auf einem Projektstrukturplan (Work Breakdown Structure, WBS) basieren. So lassen sich alle projektbezogenen Aktivitäten einschließlich Beschaffung, Kostenverwaltung, Produktion, Dokumentation und Auslieferung entsprechend miteinander verknüpfen. Der Einbezug von Finanzdaten ermöglicht es, Probleme im Laufe der Projektdurchführung zu erkennen und bei veränderten Bedingungen entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

PM 

Preventive Maintenance (vorbeugende Instandhaltung)
Pflege– und Wartungsmaßnahmen zum Erhalt der Betriebsfähigkeit von Geräten und Anlagen, durch systematische Inspektion, Erkennung und Korrektur noch nicht eingetretener oder gerade beginnender Mängel, bevor sie zu einer Störung führen.  Instandhaltungsmaßnahmen wie Tests, Messungen, Anpassungen und Austausch von Teilen, die speziell dem Auftreten von Fehlern vorbeugen sollen.

PPM

Project Portfolio Management (Projektportfoliomanagement)
Das zentralisierte Management von Prozessen, Methoden und Technologien durch Projektmanager und Projektmanagementbüros zur Analyse und übergreifenden Steuerung laufender oder geplanter Projekte anhand zahlreicher Schlüsseleigenschaften. Das PPM zielt darauf ab, die optimale Mischung der Ressourcen zu finden und Aktivitäten so zu planen, dass die betrieblichen und finanziellen Ziele unter den gegebenen Bedingungen (Kundenwünsche, strategische Ziele und externe Realitäten) weitestgehend erreicht werden.

RCM

Reliability-Centered Maintenance (zuverlässigkeitsorientierte Instandhaltung)
Eine bewährte Methode für die Erstellung solider, prüffähiger Instandhaltungspläne, die Unternehmen hilft, ihre Ziele zu erreichen und die Lebensdauerkosten zu minimieren.

RFID

Radio Frequency Identification (Radiofrequenz–Identifikation)
Eine Technologie zur automatischen Datensammlung, bei der Daten mithilfe von Radiowellen von einem Transponder (sog. „Tag“) an ein Lesegerät übertragen werden, um das mit dem Tag ausgestattete Objekt zu identifizieren, nachzuverfolgen und zu lokalisieren. RFID kommt in vielen Branchen zum Einsatz. So werden beispielsweise Autos während der Produktion mit RFID–Tags markiert, um ihre jeweilige Position in der Montagelinie zu verfolgen. Auch gelagerte Arzneimittel lassen sich auf diese Art überwachen. Nutz– und Haustieren werden häufig RFID–Tags implantiert, um sie eindeutig identifizierbar zu machen.

RMA

Return Material Authorizations (Retourengenehmigung)
Begriff aus dem E–Commerce für eine Regelung, bei der ein Waren– oder Produktlieferant damit einverstanden ist, dass der Kunde oder Auftraggeber die Ware gegen Rückerstattung oder Gutschrift an ihn zurücksenden kann. Diese Art von Vereinbarung, auch Warenrücksendegenehmigung genannt, gewährleistet ein höheres Qualitätsniveau. In der IT–Branche kann sich diese Transaktionsart auch auf eine Softwarelizenz (anstelle einer Sachanlage) beziehen. In diesem Fall können Lieferant und Kunde über künftige Lizenzierungen verhandeln, seien es zusätzliche Lizenzierungen für Betriebssysteme oder Bereiche einer IT–Infrastruktur, die Anwendung von Lizenzgutschriften auf den Kauf anderer Produkte oder zusätzliche Versionen eines Softwarepakets.

ROHS 

Restriction of Hazardous Substances (Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe)
Die RoHS–Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro– und Elektronikgeräten wurde im Februar 2003 von der Europäischen Union verabschiedet. Die RoHS–Richtlinie trat am 1. Juli 2006 in Kraft und muss von allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden. Diese Richtlinie beschränkt mit Ausnahmen die Verwendung von sechs gefährlichen Stoffen bei der Herstellung verschiedener Arten von elektronischen und elektrischen Geräten.

ROI 

Return on Investment (Kapitalrendite)
Kennzahl zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit einer Investition oder mehrerer verschiedener Investitionen im Vergleich. Zur ROI–Berechnung teilt man den Gewinn (Ertrag) einer Investition durch die Investitionskosten. Das Ergebnis wird als Prozentsatz oder Verhältnis dargestellt.

SaaS 

Software as a Service (Software als Service)
Software, die einem (mitunter auch mehreren) Anbieter gehört, von diesem bereitgestellt und per Fernzugriff verwaltet wird. Der Anbieter stellt eine Software zur Verfügung, die auf einem gemeinsamem Code und gemeinsamen Datendefinitionen basiert. Diese kann im One–to–Many–Prinzip von allen Servicenehmern jederzeit entweder gegen eine Nutzungsgebühr oder als Abonnement auf der Grundlage von Nutzungsmessgrößen genutzt werden.

SCM 

Supply Chain Management (Lieferkettenmanagement)
Management der Warenströme einschließlich Bewegung und Lagerung von Rohmaterialien, unfertiger Erzeugnisse und Fertigerzeugnisse vom Ausgangspunkt bis zum Ort des Verbrauchs.

SCRM

Strategic CRM (Strategisches CRM)
Strategisches CRM ist eine kundenorientierte Unternehmensstrategie, die die Gewinnung und Bindung gewinnbringender Kunden zum Ziel hat.

SLA

Service Level Agreement (Dienstleistungsvereinbarung)
Vereinbarung, die die Erwartungen zwischen Dienstleister und Kunde festlegt und die Produkte oder die Dienstleistungen, die Ansprechpartner bei Endnutzerproblemen und die Messgrößen beschreibt, anhand derer die Effektivität des Verfahrens überwacht und genehmigt wird.

SOA

Service-Oriented Architecture (serviceorientierte Architektur)
Design– und Architekturmuster einer Software, zusammengesetzt aus unterschiedlichen Softwareteilen, die Anwendungsfunktionen als Dienste für andere Anwendungen bereitstellen. Diese auch als dienstorientiert bezeichnete Architektur ist unabhängig von Anbieter, Produkt oder Technologie.

SPC 

Statistics Process Control (statistische Prozesslenkung)
Als Methode zur Qualitätskontrolle anhand statistischer Verfahren wird SPC zur Steuerung und Überwachung von Prozessen angewandt, um deren Potenzial voll auszunutzen. Der Prozess soll dann so viele fehlerfreie Produkte wie möglich mit einem Minimum oder gar einer vollständigen Eliminierung von Ausschuss ergeben. SPC kann auf jeden Prozess angewandt werden, bei dem die produzierte Menge an „fehlerfreien Produkten“ (Produkte, die die Anforderungen erfüllen) gemessen werden kann.

SPM

Spare Parts Management (Ersatzteilverwaltung)
Hauptkomponente eines vollständigen Strategic–Service–Management–Verfahrens, mit dem sichergestellt werden soll, dass die passenden Ersatzteile und Ressourcen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

TCO

Total Cost of Ownership (Gesamtbetriebskosten)
Messgröße für Investitionsgüter, die die Kosten für Betrieb und Instandhaltung sowie für die Anschaffung umfasst.

WBS

Work Breakdown Structure (Projektstrukturplan)
Im Rahmen von Projektmanagement und Anlagentechnik bedeutet WBS die am Liefergegenstand orientierte Aufteilung eines Projekts in kleinere Komponenten. Elemente eines Projektstrukturplans können Produkte, Daten, Dienste oder eine Kombination aus diesen sein. Ein WBS liefert auch das erforderliche Rahmenwerk für eine detaillierte Kostenschätzung und –kontrolle sowie eine Richtschnur für Zeitplanerstellung und –kontrolle.

WEEE

Waste Electrical and Electronic Equipment (Elektro– und Elektronik–Altgeräte)
Richtlinie des Europäischen Parlaments über Elektro– und Elektronik–Altgeräte (WEEE–Richtlinie), die zusammen mit der RoHS–Richtlinie 2002/95/EG im Februar 2003 Bestandteil der europäischen Rechtsvorschriften wurde. Die WEEE–Richtlinie 2002/96/EG setzte Ziele für die Sammlung, Wiederverwendung und Verwertung aller Arten von elektrischen Gütern, wobei bis 2009 ein Recycling–Minimum von vier Kilogramm pro Kopf und Jahr erreicht werden sollte. Siehe auch RoHS.
 

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